Viele ältere PCs und auch Laptops bis hin zu Mini-Laptops sind mit BROADCOM WLAN-Adaptern ausgerüstet. Die Treiber sind jedoch nicht frei verfügbar, die Rechte behält sich BROADCOM weiter vor. Ich habe einen HP Mini 1000 mit Broadcom BCM4312 WLAN-Adapter neben einem Ethernet-Adapter. Der HP Mini 1000 läuft noch mit einem alten Prozessor der i386-Familie, daher kann nur noch DEBIAN Linux installiert werden.

Fehler bei Installation

Beim Installieren einer Linux-Variante wird der Treiber nicht mit installiert und der Ethernet-Adapter ist nicht nach außen geführt. Als Fehlermeldung taucht beim Start auf:

b43-phy0: Broadcom 4312 WLAN found (core revision 15)
b43-phy0: Found PHY: Analog 6, Type 5 (LP), Revision 1
b43-phy0: Found Radio: Manuf 0x17F, ID 0x2062, Revision 2, Version 0
Broadcom 43xx driver loaded [ Features: PNLS ]
b43 ssb0:0: Direct firmware load for b43/ucode15.fw failed with error -2
b43 ssb0:0: Direct firmware load for b43-open/ucode15.fw failed with error -2
b43 ssb0:0: Direct firmware load for b43-open/ucode15.fw failed with error -2

Treiber-Suche im Internet

Bei der Suche im Internet findet man viele Hinweise, die BROADCOM B43-Treiber zu installieren, die die genannte Firmware enthalten. Diese werden auch - wenn man bei den Paketeinstellungen auch die sog. "non-free" mit angegeben hat - als "b43-firmware-installer" angeboten.

Das Wiki unter ubuntuusers.de (wiki.ubuntuusers.de) hat dem BROADCOM-Treiber eine eigene Seite gewidmet unter https://wiki.ubuntuusers.de/WLAN/Broadcom_bcm43xx/. Ferner werden für die verschiedenen Chipsätze und Adapter von BROADCOM die geeigneten Treiber aufgelistet unter https://wiki.ubuntuusers.de/WLAN/Karten/Broadcom/. Die Liste der geeigneten Treiber steht aber im Widerspruch zur Seite http://linuxwireless.sipsolutions.net/en/users/Drivers/b43/#supported, auf der der sogenannte WL-Treiber für den BCM4312-Chipsatz installiert werden soll.

Auch DEBIAN stellt auf seinen Wiki-Seiten spezielle Informationen zu BROADCOM Treibern bereit, einerseits unter https://wiki.debian.org/bcm43xx für die b43-Firmware-Installation, zum Anderen unter https://wiki.debian.org/wl Informationen zum Paket Broadcom-STA-DKMS.

b43-firmware-installer

Dieses Paket stellt nur eine Installations-Routine für den Download von einer speziellen Seite bereit und benötigt zusätzlich das Paket "fw-installer". Bei erfolgreicher Installation sind die Dateien dann im Verzeichnis "lib/firmware/b43" zu finden.

Broadcom-STA-DKMS

Dieses Paket ist auch erst in der Paketliste auffindbar, wenn die "non-free" Pakete aktiviert sind.

Fazit

Auf meinem HP Mini 1000 hatte ich mit den b43-Treibern keinen Erfolg, nach einer Neu-Installation und der anschließenden Installation des Pakets Broadcom-STA-DKMS hatte ich umgehend Verbindung zum WLAN.

 

Wie viel sollte die Swap-Größe sein?

Jetzt kommt die große Frage. Was sollte der ideale Auslagerungsspeicher für eine Linux-Installation sein?

Und das Problem ist, dass es keine definitive Antwort auf diese Frage gibt. Es gibt nur Empfehlungen.

Verschiedene Leute haben eine andere Meinung über die ideale Swap-Größe. Selbst die wichtigsten Linux-Distributionen haben nicht die gleiche Swap-Size-Richtlinie.

Wenn du vorbei gehst Red Hats Vorschlag, empfehlen sie eine Austauschgröße von 20% des RAM für moderne Systeme (dh 4GB oder höher RAM). Im Detail:

Für RedHat Enterprise Linux 7 gibt es folgende Empfehlung (Auszug aus [1]):

Menge an RAM im System Empfohlene Swap Größe
2GB RAM oder weniger 2 mal die Größe vom RAM
2GB bis 8GB RAM 1 mal die Größe vom RAM
8GB bis 64GB RAM 0,5 mal die Größe vom RAM
64GB oder mehr in Abhängigkeit von der Workload

CentOS hat eine andere Empfehlung für die Swap-Partitionsgröße. Es schlägt vor, Swap-Größe zu sein:

  • Doppelt so groß wie RAM, wenn RAM weniger als 2 GB ist
  • Größe des RAM + 2 GB, wenn die RAM-Größe mehr als 2 GB ist, dh 5GB des Swap für 3GB RAM

Ubuntu hat eine völlig andere Perspektive auf die Swap-Größe, da es den Ruhezustand berücksichtigt. Wenn Sie den Ruhezustand benötigen, wird ein Austausch der RAM-Größe für Ubuntu notwendig.

Ansonsten empfiehlt es:

  • Wenn der Arbeitsspeicher kleiner als 1 GB ist, sollte die Größe des Arbeitsspeichers mindestens die Größe des Arbeitsspeichers und höchstens die doppelte Größe des Arbeitsspeichers haben
  • Wenn RAM mehr als 1 GB ist, sollte die Auslagerungsgröße mindestens der Quadratwurzel der RAM-Größe und höchstens der doppelten Größe des RAMs entsprechen
  • Wenn der Ruhezustand verwendet wird, sollte die Größe des Arbeitsspeichers der Größe des Arbeitsspeichers und der Quadratwurzel der RAM-Größe entsprechen

Verwirrt? Ich weiß, es ist verwirrend. Aus diesem Grund habe ich diese Tabelle erstellt, die Ihnen die von Ubuntu empfohlene Swap-Größe basierend auf Ihrer RAM-Größe und Ihrem Ruhezustand mitteilen wird.

RAM-Größe Swap-Größe (ohne Ruhezustand) Swap-Größe (mit Ruhezustand)
256MB 256MB 512MB
512MB 512MB 1GB
1GB 1GB 2GB
2GB 1GB 3GB
3GB 2GB 5GB
4GB 2GB 6GB
6GB 2GB 8GB
8GB 3GB 11GB
12GB 3GB 15GB
16GB 4GB 20GB
24GB 5GB 29GB
32GB 6GB 38GB
64GB 8GB 72GB
128GB 11GB 139GB

Wie viel Swap-Größe verwenden Sie?

Ein Provider-Wechsel für die eigene Website stellt immer erst einmal ein Risiko dar, so war es auch für mich. Er ist also sauber zu planen und vorzubereiten. Wer es nicht oft macht, sollte dazu auf alle Fälle einen lokalen Server einrichten, auf dem er Schritte austesten kann.

Ich besitze eine Website mit vielen Bildern und Galerien basierend auf Drupal version 7.69 und habe sie erfolgreich von einem Provider auf einen anderen umgezogen. Für mich gab es jedoch drei Stolpersteine:

  • US-Quasi-Standards gegen EU-Standards
  • Zugriff auf Bild-Dateien und deren Thumbnails
  • Domain-Name umziehen

Vorbereitung

Für die Vorbereitung ist die von Drupal.org bereit gestellte Anleitung (Migration of a site) eine gute Hilfe, sie ist allerdings in Englisch.

Durchführung

Alter Provider

Als Admin in der Website den alle Caches löschen, die CleanURL aus schalten und die Site in den Wartungsmodus versetzen.

In der Hosting-Umgebung des alten Providers die Datenbank sichern und herunterladen. den Ordnerzweig der Website in einem File-Manager komprimieren und herunterladen.

Die Website wieder aus dem Wartungsmodus holen (Login dabei über http(s)://alter.domain-name.tld/?q=user) und die ClearURL setzen. Damit ist die Website bei dem alten Provider wieder online.

Neuer Provider

 

Hinweis: Diese Anleitung ist validiert für ältere Rechner mit BIOS-Architektur, für EFI-basierte neuere Rechner gelten andere Verfahren, die ich noch nicht erprobt habe.

Es kommt ab und zu mal vor, dass der PC oder Laptop mit einer LINUX-Installation nicht mehr hoch fahren möchte. Vielfach ist der Boot-Sektor - durch welchen Fehler auch immer - nicht mehr in Ordnung.

Doch wie komm man aus der Falle wieder raus?

Erste Möglichkeit ist eine CD oder ein USB-Stick mit Super-GRUB. Die kleine Applikation ermöglicht das primäre Booten und sucht nach den LINUX-Installationen auf dem Rechner. Von dort aus kann man in die ausgewählte LINUX-Installation booten. Nur - der Ausgangsfehler ist noch da! Dazu weiter unten mehr ...

Zweite Möglichkeit ist die Nutzung der Live-CD oder des Live-USB-Sticks von dem aus das LINUX installiert wurde. Damit der Rechner direkt gestartet, man landet aber in der sogenannten Live- oder aus Test-Umgebung. Manche Live-Umgebungen bieten die Möglichkeit (im Menü nach suchen), den Boot-Sektor zu reparieren. Dies sollte man zumindest ausprobieren. Bei mir hat es jedenfalls nicht geklappt.

Damit kommen wir zum Kern, das Wechseln von der Live-Umgebung in die LINUX-Installation auf dem PC oder Laptop, auch Change-Root-Verfahren genannt:

  1. Bezeichnung der Partitionen auf der Festplatte feststellen und überprüfen (im Allgemeinen ist nur eine Festplatte installiert, die dann auch als sda bezeichnet wird, die Partitionen werden dann mit Ziffern benannt, z.B. sda2 für die zweite Partition, dazu

    - entweder mit dem grafischen Tool gparted (über das Menü aufrufen) sich die Festplatten und deren Partitionen anzeigen lassen

    - oder in einem Terminal fdisk oder parted nutzen:
      parted -l

    - Nehmen wir an, die LINUX-Installation befindet sich in der Partition sda2.

  2. In einem Terminal in die Root-Umgebung der LINUX-Installation einbinden mit:

    sudo mount /dev/sda2
    sudo mount -o bind /dev /mnt/dev
    sudo mount -o bind /proc /mnt/proc
    sudo mount -o bind /sys /mnt/sys


    mit folgendem Befehl auf Root der LINUX-Installation wechseln:

    sudo chroot /mnt

  3. Jetzt kann man die GRUB2 wieder im MBR der Festplatte (unter der Annahme, dass LINUX auf der Festplatte sda installiert ist) einschreiben mit

    sudo grub-install /dev/sda

    wenn dies fehlerfrei durchlaufen wurde, kann GRUB2 erneut installiert werden mit

    sudo update-grub

    Wenn auch dies erfolgreich abgeschlossen wurde, aber von einer Live-Umgebung mit chroot auf das LINUX-System gerwechselt wurde, diese CHROOT-Umgebung verlassen mit:

    exit
  4. Jetzt den PC oder den Laptop neu starten und dabei die CD oder den USB-Stick entfernen, wenn dazu aufgefordert wird.